In Phasen des erhöhten wirtschaftlichen Drucks müssen Unternehmer stärker darauf achten ihre Kosten fest im Griff zu haben. Veränderungen beim Dieselpreis und den Betriebsstoffen verursachen einen höheren Anteil an variablen Maschinenkosten. Wenn die Arbeitspreise nicht im notwendigen Ausmaß angepasst werden, dann verlieren die fixen Maschinenkosten ihre Kostendeckung und Sie müssen als Unternehmer den Fehlbetrag aus der Privattasche oder aus Querfinanzierungen bezahlen. Die Situation verschärft sich, wenn zu hohen Maschinenabschreibungen auch entsprechende Zinskosten oder hohe Leasingraten infolge von kurzen Laufzeiten hinzukommen. Diese sind jährlich fällig und zu bedienen. Ebenso besteht Gefahr, dass die Unternehmenskosten z.B. für Zwischenfinanzierungen am Giro, Buchhaltung, Jahresabschluss etc. aus dem erzielten Umsatz nicht gedeckt sind und ein notwendiger Arbeitsverdienst für den Unternehmer ausbleibt. Das führt zu einer Kettenreaktion, wo dem Unternehmer bei noch so fleißiger Arbeit die „Luft“ ausgeht. Achten Sie bitte darauf, dass Sie die einzelnen Kostenpositionen mit den erzielten Umsätzen abdecken können. Ebenso sind versteckte Kosten, wie Aufwendungen aus Nebenzeiten für Anfahrten, weniger bis nicht produktive Aufträge inklusive Rüstzeiten zu beachten. Sie saugen Ihnen Liquidität ab, weil Diesel- und Reparaturaufwendungen und Personalkosten entstehen, jedoch in die Kasse nichts hereinkommt. Es fehlt zu diesen Aufwendungen der notwendige Umsatz.
Sachorientierte Kalkulation
Eine wichtige Botschaft ist die sachorientierte Kalkulation von Arbeitsverfahren zu Vollkosten. Aus den Erfahrungen von vielen Lohnunternehmen und auch bäuerlicher Dienstleister schaufeln berechnete Teilkostenpreise wie beispielsweise Maschinenring-Preise das Grab für diese Betriebe. In der Folge führen dann höhere Maschinenauslastungen zu noch höheren Verlusten, weil überdurchschnittliche Reparaturaufwendungen entstehen und die Fixkostenschwelle meist überschritten wurde. Bei einem mehr an Stunden entsteht somit eine Progression, anstelle einer Degression.
Vergleichen Sie Ihre ermittelten Vollkosten am ehesten mit ÖKL-Richtwerten, denn diese beinhalten meist ein paar kleine Puffergrößen bei Abschreibung, Reparaturen und Unterbringung. Verschaffen Sie sich Klarheit für Ihren Betrieb und arbeiten Sie mit kostendeckenden Preisen!





















































































































