Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Am Mittwoch, 28. Jänner 2026 war es wieder so weit: Die VLÖ lud ihre Mitglieder zum Lohnunternehmer-Tag zur Eschlböck Maschinenfabrik nach Prambachkirchen, Bezirk Eferding ein.

Über 220 Personen folgten der Einladung. Sie konnten spannende Vorträge, informative Gespräche und ein abwechslungsreiches Programm mitverfolgen. In den Pausen kam der Erfahrungsaustausch auch nicht zu kurz. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und die Besucher konnten sich von der hohen Eigenfertigung der Eschlböck Hackgutmaschinen überzeugen.

Impulsreferat von Mag. Johannes Mayr

Mag. Johannes Mayr ist Geschäftsführer und Inhaber der KeyQUEST Marktforschung GmbH mit Sitz in Garsten bei Steyr. Sein Auftrag lautete über die kürzlich stattgefundene Landwirte-Befragung zum Thema „Wie gefragt sind landwirtschaftliche Dienstleistungen“ zu berichten.

Beim Markt für Agrardienstleistungen wurde nach Acker und Grünlandbereich unterschieden. Es erfolgten Beurteilungen zum Marktvolumen, zu den Kriterien bei der Auswahl eines Dienstleisters und zu den Gründen für eine Nicht-Nutzung. Die höchste Zahl an Betrieben mit einem Dienstleistungszukauf liegt in der Region Oberösterreich, die geringste Zahl in der Region West (Sbg, Tirol, Vbg).

Ackerbau: 16% der Arbeiten werden vergeben

Der durchschnittliche Vergabeanteil im Ackerbau beträgt 16%, wobei in der Region Süd (Stmk, Ktn) eine Quote von 27%, in der Region Ost (NÖ, W, Bgld) von 8% und in den Regionen West und OÖ von 15% festgestellt wurde. Bei der Altersstruktur der Betriebsführer wird in der Gruppe bis 34 Jahre 16%, bis 49 Jahre 17%, bis 64 Jahre 14% und ab 65 Jahre 21% vergeben. Zu den am häufigsten vergebenen Arbeiten zählen Erntearbeiten mit 83 Nennungen von 151, Saat/Anbau/Aussaat mit 49 Nennungen von 89, Pflanzenschutz mit 21 Nennungen von 39 und Ballenpressen mit 20 Nennungen von 36.

Grünland/Futterbau: 8% der Arbeiten werden vergeben

Im Grünland und Futterbau beträgt der durchschnittliche Vergabeanteil 8%, wobei in den Regionen Süd und OÖ eine Quote von 12%, in den Regionen West von 4% und Ost von 5% ermittelt wurde. Nach der Altersstruktur der Betriebsleiter wird in der Gruppe bis 34 Jahre 9%, bis 49 Jahre 11%, bis 64 Jahre 6% und ab 65 Jahre 6% vergeben. Zu den am häufigsten vergebenen Arbeiten zählen Ballenpressen mit 72 Nennungen von 105, Ernte (Silierladewagen, Häcksler) mit 30 Nennungen von 44, Mähen mit 20 Nennungen von 30 und Schwaden mit 13 Nennungen von 18. Die Düngerausbringung und Aussaat/Nachsaat liegen dahinter.

Bundesversammlung des VLÖ

Vorsitzender Manfred Humer eröffnete die Bundesversammlung und konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

Anschließend folgten Grußworte von LAbg. Mag. Astrid Zehetmair im Auftrag von Landesrätin Michaela Langer-Weninger und DI Bettina Sticher im Auftrag von Fachverbandsobmann KR Marcus Kleemann. Abgeordnete Zehetmair ging in Ihren Ausführungen auf die Wichtigkeit von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und auf die Innovationskraft des Unternehmens Eschlböck näher ein. Bettina Sticher berichtete über die Zusammenarbeit zwischen dem Fachverband der gewerblichen Dienstleister in der WK Österreich und dem VLÖ. Der VLÖ liefert einen wichtigen Fachinput für die Arbeit in der Wirtschaftskammer. Sie bedankte sich für den intensiven Austausch.

Geschäftsbericht Vorsitzender Manfred Humer

Für eine erfolgreiche Verbandsentwicklung sind gute personelle Voraussetzungen erforderlich. Vorsitzender Humer informierte über das Team in der VLÖ und zur vorgenommenen Verstärkung mit Johannes Spaller im Jänner 2025. Damit ist es möglich Aufgaben auf mehrere Personen zu verteilen und für die Zukunft investieren zu können. In Zukunft bietet die VLÖ auch Beratungsleistungen zum Thema Biomasse-Zertifizierung an. Die aktuellen Herausforderungen benötigen in der Interessensvertretung mehr Input gegenüber gesetzgebenden Stellen und Behörden und ein aktives Mitgestalten. Per Ende 2025 beträgt der Mitgliederstand 336 Mitglieder. Zu den stärksten Regionen zählen die Bundesländer Niederösterreich mit 101 Mitglieder, Oberösterreich mit 99 und die Steiermark mit 45 Mitglieder. In den anderen Bundesländern werden zwischen 10 und 30 gezählt.

Geschäftsbericht GF Helmut Scherzer

„Die Mitglieder sind die Basis für unsere Verbandsarbeit“, so lautete das Eingangsstatement von Helmut Scherzer. Die VLÖ leistet Vorsprung für Unternehmen. Durch Steigerung der Unternehmerkompetenz, durch Information & Aufbereitung mit einem Branchenverständnis, Bereitstellung von Sektor-Unterlagen wie Vertragsmuster, Vorlagen für Dokumentationen und verschiedenen Arbeitswerkzeugen in der Betriebsführung leistet die VLÖ wertvolle Grundlagen. Zu den häufig gestellten Fragen zählen Preisgestaltung, Mitarbeiterbeschäftigung, Gewährleistungen, Versicherungsthemen, Straßenverkehr oder Wettbewerbsangelegenheiten.

Projekte der VLÖ

Helmut Scherzer informierte über das Projekt Relaunche Homepage und den LU Award 2026. Die aktuelle Homepage ist seit Mitte 2014 online und grafisch nicht mehr zeitgemäß. Nach entsprechenden Vorarbeiten konnte im Jahr 2025 das Projekt gestartet und groß teils abgearbeitet werden. Nun liegt die Produktions-Homepage vor, die mit Inhalten entsprechend gefüllt werden muss. Nach dem aktuellen Fahrplan soll die Homepage im März 2026 online gehen.

Ein ebenso wichtiges Projekt ist der Lohnunternehmer Award – dem Preis für ausgezeichnetes Marketing im Lohnunternehmen. Im November 2026 sollen die Gewinner ausgezeichnet werden. Als Projektpartner des LU Award 2026 sind Krone, Busatis, top agrar, HORSCH und Nokian on Bord.

Politische Arbeit

Zum Abschluss ging der Geschäftsführer auf die politische Arbeit des VLÖ ein. Bei der Erstellung des Positionspapiers wurden Gespräche mit verschiedenen Interessensvertretungen durchgeführt. Hier liegt das Ziel zum einen in der Bewusstseinsbildung und zum anderen im Mut für Veränderungen. Der erste Schritt wurde aus seiner Sicht gesetzt, der zweit steht noch an. Dazu ist ein Schulterschluss von politischen Verantwortungsträgern und ein Stückchen Anstrengung erforderlich.

Zum Abschluss bedankte sich Helmut Scherzer bei allen Mitgliedern, den Verantwortungsträgern und den Firmenpartnern. Letztgenannte leisten einen sehr wesentlichen Beitrag für die positive Entwicklung des VLÖ, insbesondere in finanziellen Angelegenheiten.

Kurzreferat von DI Josef Penzinger

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Vermarktung einer Gebrauchtmaschine? Dieser Frage ist Josef Penzinger im Auftrag von landwirt.com nachgegangen. Er hat aus einer Datenbasis von rund 5.000 Traktoren die Top 12 der Zulassungsstatistik analysiert. Darauf aufbauend lässt sich eine Verlaufskurve ableiten, die für geplante Vermarktungen interessant sein kann.

Bestimmung des Werts einer Gebrauchtmaschine

Zur Bestimmung des Werts einer Gebrauchtmaschine gilt mit 80%iger Genauigkeit ein Mix aus den drei Faktoren Alter (bisherige Nutzungsdauer), genutzte Betriebsstunden und Leistung (PS) des Traktors. Der Wertverlust ist je Traktormarke individuell und berechnet sich aus einer Konstante (jede Marke hat eine andere Konstante) + Alter x Faktor + Betriebsstunden x Faktor + Leistung x Faktor = Preis. Basis sind gute bis durchschnittliche Ausstattungen. Hohe bzw. geringe Ausstattungen, sehr guter und schlechter Zustand führen zu Abweichungen.

Entwicklung Gesamtmarkt

Der Gesamtmarkt an Neutraktoren sinkt in den letzten Jahren. Dadurch stagnieren die Preise seit Ende 2023. Die kumulierte Inflation hat Preiserhöhungen aus den Vorjahren „eingeholt“ und 2026 werden echte Preiserhöhungen aufgrund von Produktionskostensteigerungen notwendig. Aktuell sind Anzeichen für eine Stabilisierung, eventuell für einen leichten Anstieg der Nachfrage zu erkennen.

Hauptreferat: Eschlböck – eine wichtige Partnerschaft für Lohnunternehmer seit 70 Jahren

Ing. Reinhard Eschlböck startete mit den Ausführungen. Er berichtete über die 70-jährige Entwicklung des Unternehmens. Seit den 1970er Jahren werden von Eschlböck Hackgutmaschinen gebaut. Zu Beginn waren es Scheibenradhacker, heute wird das leistungsstärkere Segment ausschließlich mit Trommelhackern bedient. Diese werden als Traktorhacker auf Anhängern mit Zapfwellenantrieb oder als LKW-Hacker ausgeführt. Seit gut 20 Jahren hat Eschlböck LKW-Modifizierungskompetenz, wo in den Kraftfluss von LKWs eingegriffen wird. Dabei treibt der LKW-Motor über einen eigenen Antriebsstrang auch das Hackaggregat an. Diese Form der Kraftnutzung erspart den Aufbau eines Zusatzmotors und somit Eigengewicht für das Fahrzeug. Die Maschinen werden mit einer Antriebsleistung bis 750 PS ausgestattet.

Mag. Alexander Eschlböck-Kumschier informierte über die Produktpalette und die Vertriebsaktivitäten des Unternehmens. Eschlböck baut Maschinen für Garten- und Landschaftsbauer (Gartenpflege), klassische Land- bzw. Forstwirte und Dienstleistungsunternehmen. In der Produktpalette befindet sich auch ein Stationärhacker zur Stromerzeugung. Zu den Vorteilen von Biber Hackmaschinen zählen perfektes Hackgut, der offene Biber7 Hackrotor wurde zum Branchenstandard und der neue K6 Hackrotor wird für grobes und stückiges Hackgut eingesetzt. Zum Abschluss ging der Vortragende auf die Holzvorräte und die Waldfläche in Europa ein.

Reger Informationsaustausch

Mit Begeisterung nutzten die Besucher die Möglichkeit sich an den Info-Ständen der ausstellenden Firmenpartner zu informieren. Mit rund 35 Aussteller wurde eine große Bandbreite an Austauschmöglichkeiten aus den verschiedenen Bereichen geboten.

Gewinnspiel

Auch heuer gab es wieder ein Gewinnspiel mit 12 tollen Sachpreisen. Zum Abschluss der Veranstaltung war es dann endlich so weit und die Gewinne wurden unter den anwesenden Besuchern verlost.

Zum Abschluss bedankte sich Vorsitzender Manfred Humer noch einmal sehr herzlich bei allen anwesenden Mitgliedern, den Firmenpartner und der Familie Eschlböck samt dem Mitarbeiter-Team für die großartige Unterstützung. Ein besonderer Dank galt dem Team der VLÖ und den Mitgliedern des Vorstands der VLÖ.

 

 

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