Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Unter diesem Motto fand am 4. Dezember 2025 ein von der VLÖ organisierter Workshop zum Thema „Employer Branding – Attraktiver Arbeitgeber“ statt.
Die Personaltrainerin Daniela Schermaier moderierte durch den Workshop. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen zur Verbes-serung der Arbeitgebermarke.

NICHT KOMMUNIZIEREN ist nicht möglich!
Egal welche Tätigkeit jemand macht – man kann nicht Nichtkommunizieren. Jedes Handeln als Unternehmer, als Führungskraft, als Mitarbeiter und als Geschäftspartner ist Kommunikation. Diese Aussage gilt ebenso für den Umgang mit Mitarbeitern. Die Mitarbeiter sind die ersten Markenbotschafter des Unternehmens, denn sie treten zum Kunden auf, erledigen die Arbeit und verstän­digen sich mit den Geschäftspartnern.

Was ist Employer Branding?
Laut Definition handelt es sich um einen Prozess, durch den ein Unternehmen sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert und vermarktet. Es umfasst die Strategien und Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um ein positives Image sowohl bei den aktuellen Mitarbeitenden als auch bei den potenziellen Bewerbern, Stakeholder und der breiten Öffentlichkeit zu erlangen.

Prozess in 4 bzw. 5 Schritten
Employer Branding ist ein Prozess, der in vier bzw. fünf Schritten abgearbeitet wird und mit der Analysephase startet. Der erste Schritt umfasst aktuelle Arbeitgeberwahrnehmungen, Mitarbeiterbefragungen und Interviews. Anschließend wird die Analysephase um eine Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse ergänzt und schließt mit der gewünschten Positionierung ab. Bei allen Phasen ist Authentizität zum Unternehmen und zu den Arbeitnehmern, sprich Echtheit in der Bearbeitung wichtig. Jede Branche hat Besonderheiten und Dienstleister müssen insbesondere beim Kunden lösungsorientiert agieren. Der einzelne Mitarbeiter ist Spezialist in seinem Aufgabenbereich und bei den erbrachten Arbeitsverfahren. Unternehmenswerte und Unternehmenskultur spielen hier eine zentrale Rolle. Diese sind die Grundlage für das anschließende Arbeitgeberversprechen.

 

Arbeitgeberversprechen oder Employer Value Proposition (EVP)
In diesem Abschnitt werden zentrale Arbeitgeberbotschaften formuliert. Es beschreibt ein Nutzenversprechen eines Unternehmens an seine Mitarbeiter. Dieses soll mit Alleinstellungsmerkmalen des Betriebes für die Arbeitnehmer formuliert werden. Lohnunternehmen sind familiengeführte Betriebe, wo die persönliche Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine starke Rolle einnimmt. Der Umgang mit Maschinen, die Arbeit in der Natur und eine sinngebende Tätigkeit zählen zu den Eigenschaften. Diese sind mit persönlichen Werten für den Mitarbeitenden und Benefits auszustatten. Flexibilität und kurze Entscheidungswege kennzeichnen das Werteumfeld. Für Arbeitnehmer sind zentrale Arbeitgeberbotschaften herauszuarbeiten.
Im Workshop wurden von den Teilnehmern einzelne Beispiele für Maßnahmen im Betrieb entwickelt. Dazu zählen bspw. der Umgang mit moderner Technik, Maschinen, die überwiegend von diesem Mitarbeiter gefahren werden, abwechslungsreiche Tätigkeit, Einbindung des Mitarbeiters bei Investitionsentscheidungen, Gestaltung des Arbeitserfolgs, Arbeits- und Freizeitbekleidung, Mittagessen, flexible Arbeitszeitgestaltung, Nutzungsmöglichkeit für Werkstätten-Infrastruktur und Betriebsausflüge.

Interne und externe Umsetzung
Im dritten und vierten Schritt wurde auf die Berührungspunkte zu den Mitarbeitenden eingegangen. Schritt 3 umfasst die interne Umsetzung. Die Mitarbeiter müssen verstehen, wofür die Arbeitgeber­mar­ke steht. Es geht um eine Stärkung der Identifikation und Bindung zum Unternehmen (Mitarbeiter längerfristig halten). In der Kulturarbeit sind Werte, Rituale und Verhaltensleitlinien zu vermitteln. Mitar­beiterprogramme mit Weiterbildung (z.B. fachliche Vertiefung), Benefits und Work-Life-Balance runden den Bereich der internen Kommunikation ab.
Schritt 4 befasst sich mit der externen Um­setzung und der Wahrnehmung als Arbeit­geber nach außen. Im Mittelpunkt steht ein positives Feedback nach außen, wo über diesen Weg Interessierte sich beim Unternehmen als potenzielle Mitarbeiten­de melden. Es geht auch darum die richti­gen Mitarbeiter zu finden. Dabei sol­len auf die Anforderungen in der Dienstleistungsbranche geeignete und willige Personen angesprochen werden. Mitarbeiterstories und eine positive Außenwir­kung unterstüt­zen die Umsetzung. Das externe Verspre­chen muss glaubhaft sein und eine Beständigkeit zur internen Rea­lität leisten. Die externe Kommunikation formt das Image.

Messung und Optimierung
Eine Kontrolle, das Messbarmachen der Ergebnisse eines Employer Branding Prozesses erfolgt durch Kennzahlen im Personalwesen. Fortschritt und Qualität lassen sich anhand konkreter Aktivitäten z.B. Reichweite auf Karriereseiten, Anzahl eingegangener Bewerbungen, Mitarbeiterbindung bzw. Wechselrate messen. Auch die Wahrnehmung externer und interner Stakeholder geben Aufschluss über eine eingetretene Veränderung. Beispielsweise wird Mitarbeiterzufriedenheit von Kunden über bessere Servicequalität wahrgenommen und mit höherer Wiederbeauftragungsrate beantwortet. Der Arbeitgeber profitiert von einer höheren Stammkundequote.

Abschluss
Employer Branding wird als gezielte Personalstrategie eingesetzt, um den Be-trieb als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, qualifizierte Talente anzuzie-hen und Mitarbeiter langfristig zu binden. Dabei geht es um eine Stärkung der Arbeitgebermarke intern und extern, in dem Unternehmenskultur und Werte authentisch kommuniziert werden, was eine „Sogwirkung“ erzeugen soll.

 

 

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