Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Was ist das? Wie komme ich dazu? Was bringt es?

Die Präzisionssaat (Precision Seeding) bezeichnet die teilflächenspezifische Anpassung der Saatstärke im Feld mithilfe digitaler Applikationskarten. Ziel ist es, die Bestandesdichte an die tatsächlichen Bodengegebenheiten anzupassen und damit das Ertragspotenzial bestmöglich auszuschöpfen.
Feldversuche von SAATBAU LINZ und der Innovation Farm Wieselburg haben in mehrjährigen Versuchen gezeigt, dass bei Soja das Ertragsmaximum bei rund 60 Pflanzen/m² liegt. Um diese Bestandesdichte möglichst sicher zu erreichen, wird auf schwächeren Teilflächen die Saatstärke erhöht – im Gegensatz zur Strategie bei der teilflächenspezifischen Maisaussaat, wo in ertragsschwachen Bereichen häufig reduziert wird.

Wie funktioniert Precision Seeding mit Farmdok?
Farmdok bietet in Kooperation mit SAATBAU LINZ seit November 2025 ein Funktionsmodul für die variable Soja-Aussaat an. Damit können Lohnunternehmer und Landwirte ohne großen Zusatzaufwand Applikationskarten für Soja erstellen.

Datengrundlage und Zonierung
Die Teilflächen (Zonen) der Felder werden auf Basis von Satelliten- und Wetterdaten der vergangenen fünf Jahre ermittelt. Durch die Beobachtung der Vegetation können Hochertragszonen sowie Bereiche mit schwacher Leistung ermittelt werden. So entsteht eine Ertragspotenzialskarte ohne der Notwendigkeit von Bodenproben oder Erntedaten. Vergleiche zwischen Ertragspotenzialkarten und Erntemessungen vom Mähdrescher zeigen eine sehr gute Übereinstimmung der Zonen.

Erstellung der Applikationskarte
Passend für die gewählte Sorte und das Ertragspotenzial der Felder wird die mittlere Saatstärke vorgeschlagen. Die individuelle Anpassung der Saatstärke in den einzelnen Zonen wird automatisch vorgenommen und kann nach Erfahrung auch manuell angepasst werden. Erfolgt die Aussaat mit einer Drillsämaschine, wird unter Angabe des Tausendkorngewichts die Soll-Saatstärke von Körnern/m² automatisch in kg/ha umgerechnet.

Übertragung an die Sätechnik & Anwendung
Die Übertragung der Applikationskarte erfolgt per USB-Stick oder direkt von Farmdok auf das ISOBUS-Display. Die Voraussetzungen für die Anwendung von Precision Seeding sind:
• eine ISOBUS-fähige Sämaschine mit
elektrischem Säantrieb
• die Freischaltung der ISOBUS Module TC-BAS, TC-GEO und TC-SC.

Welche Vorteile bringt die variable Soja-Aussaat?
Für den Landwirt:
• Ertragsabsicherung durch möglichst optimale Bestandesdichten, vor allem bei stark wechselnden Bodenverhältnissen
• Ertragsvorteile von ca. 2–10 % je nach Jahr, Region und Bewirtschaftung
• Bessere Nutzung des vorhandenen Ertragspotenzials und der Betriebsmittel
Für den Lohnunternehmer:
• Möglichkeit, ein zusätzliches Service
„Variable Soja-Aussaat“ anzubieten
• Differenzierung gegenüber Mitbewer-
bern und Eigenleistung der Landwirte
• Nutzung vorhandener Technik

Praxis-Tipp
Für Kundenflächen sind präzisionsvermessene Feldgrenzen oft nicht verfügbar. Feldgrenzen auf Basis des Mehrfachantrags können in Farmdok einfach importiert oder erstellt werden.
Um einer ungewollten Abschaltung der Säschare bei ungenauen Feldgrenzen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die erste Runde am Vorgewende mit fixer Saatstärke und nur innerhalb dieser Runde nach Applikationskarte zu arbeiten.

Mehr Informationen zu Precision Farming finden Sie auf www.farmdok.com.
Nehmen Sie Kontakt mit den Experten von Farmdok auf und vereinbaren Sie einen Termin zur Demo und Beratung.

 

 

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