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Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Das Ackerbaujahr 2025 war für Oberösterreichs Landwirte in Bezug auf Erträge und Qualitäten sehr erfolgreich. Ein trockenes Frühjahr sorgte bei Getreide für gute Blattgesundheit und gut verteilte, sowie im Juli überdurchschnittliche Niederschläge, führten zu Rekorderträgen bei Mais und Soja. Leider war die Preissituation aufgrund weltweiter Rekordernten, einem starken Euro und internationaler Zollpolitik, bei allen wichtigen Ackerkulturen nicht erfreulich. So stellt sich für viele Marktfruchtbetriebe die Frage, welche Kulturen rechnen sich 2026?

Wetter bestimmt Erträge
Marktanalysten sehen für die nächsten Monate bei den wichtigsten Agrarrohstoffen keine Preissignale. Erst gegen Mitte 2026 wird aufgrund des Wetterphänomens La Nina mit Dürre und Trockenheit auf der Südhalbkugel mit entsprechenden Missernten gerechnet. Nachdem davon vor allem der Agrargigant Brasilien betroffen wäre, könnten speziell bei Mais, Soja und damit auch bei Getreide die Preise wieder anziehen.

Ölsaaten liefern stabile Deckungsbeiträge
Allem vorweg kann Ackerbauern nur geraten werden, die deckungsbeitragsstarken Ölsaaten stärker in die Fruchtfolge einzubeziehen. Gerade in Oberösterreich funktionierte Winterraps in den letzten zwei Jahren mit einem Durchschnittsertrag von über 4,0 Tonnen besonders gut. Ebenso liegen die Sojaerträge in Oberösterreich die letzten Jahre beständig bei 3,5 Tonnen und die integriert wirtschaftenden Sojabauern erreichten 2025 sogar Ø 3,9 Tonnen.

Für eine flächenmäßig kleinere Gruppe war auch der Ölkürbis mit Ø 1.000 kg eine wirtschaftlich interessante Kultur. Die Ölsaaten erreichen bei diesen Ertragsniveaus auch unter schwierigen Marktbedingungen gute Deckungsbeiträge und können in Oberösterreich in jedem Fall mit durchschnittlichen Zuckerrübenerträgen mithalten.

Gute Chancen für Mais 2026
Die Produktion des traditionell starken osteuropäischen Maisanbaugebiets (Ungarn, Rumänien, Serbien) ist die letzten Jahre, und 2025 besonders, aufgrund ausgeprägter Trockenheit und massiver Aflatoxinprobleme, stark rückläufig. Damit ergeben sich für Mittel- und Westeuropa auch auf diesem Sektor gute Chancen. Oberösterreich hat bei der integrierten Maisproduktion mit Ø 12,6 Tonnen je ha auch bei Körnermais bundesweit das höchste Ertragsniveau. In Erwartung des Wetterphänomens La Nina mit Dürre von Brasilien bis Australien und der rückläufigen Maisproduktion in Osteuropa müsste sich 2026 der Maispreis wieder entsprechend erholen. Damit würde auch Körnermais, vor allem bei guten Erträgen, tendenziell zu den Gewinnern zählen.

Beste Voraussetzungen für Ölsaaten
Auf Basis der Deckungsbeitragskalkulationen der OÖ Ackerbau Arbeitskreise, zeigen sich bei den Ölsaaten die besten Voraussetzungen. Auch für Körnermais bestehen, vor allem bei hohem Ertragsniveau und guter Vermarktung, interessante Anbaubedingungen. In der Grafik wurden die 2025 landesweiten Durchschnittserträge bei integrierter Produktion von Sojabohnen 3,9 Tonnen, Winterraps 4,0 Tonnen, Ölkürbis 1,0 Tonnen, Körnermais 12,6 Tonnen, Winterweizen 8,1 Tonnen und Wintergerste 8,0 Tonnen angeführt. Darüber hinaus wurden bei Soja, Raps und Körnermais Varianten mit höheren Ertragsniveaus dargestellt.

Dieser Beitrag wurde von DI Helmut Feitzlmayr, Landwirtschaftskammer OÖ, zur Verfügung gestellt.

 

 

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