Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ

Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.

Die hohe Zahl an positiven Corona-Testungen führt zwangsweise zu einer sehr hohen Anzahl von behördlich angeordneten Corona-Quarantäne-Maßnahmen. In vielen Lohnunternehmen werden daher immer wieder Mitarbeiter als Kontaktperson der Kategorie 1 (K1-Person) erfasst und müssen durch Bescheid für 10 Tage in Quarantäne (=behördlich abgesondert). Eine Freitestung ist nach den derzeitigen Regelungen nicht möglich. Die einzig wirksame Maßnahme, ist die Absonderung von 10 Tagen.

Wird ein Mitarbeiter behördlich unter Quarantäne gestellt, muss der Dienstgeber das Entgelt (Lohn bzw. Gehalt) so lange in vollem Ausmaß weiterbezahlen, bis die Quarantäne beendet ist und der/die Dienstnehmer/in die Arbeit wieder antreten kann. Die Auszahlung erfolgt an den für die Zahlung des Entgelts im Betrieb üblichen Terminen. Die ausbezahlte Vergütung sowie der dafür zu entrichtende Dienstgeberanteil in der gesetzlichen Sozialversicherung und im Falle einer Zuordnung zum Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) sind die entstehenden Zuschläge gemäß § 21 BUAG vom Bund zu ersetzen. Die Höhe der Vergütung ist somit nach dem regelmäßigen Entgelt im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetzes zu bemessen.

Der Dienstgeber kann innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne bei der Behörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) einen Antrag auf Erstattung des weiterbezahlten Entgelts stellen. Die gebührende und vom Dienstgeber ausbezahlte Vergütung ist als Beitragsgrundlage für den Kostenersatz heranzuziehen. Diesem Antrag ist der Bescheid, den der/die Dienstnehmer/in von der Gesundheitsbehörde nach dem Epidemiegesetz über die Quarantäne erhalten hat, als Nachweis beizulegen. Die gleiche Vorgehensweise gilt für positiv getestete Mitarbeiter.

Wenn für einen kranken Dienstnehmer keine behördliche „Quarantänemaßnahme“ verfügt wurde, dann liegt ein Krankenstand vor. Hier gelten die üblichen Regelungen mit der Krankschreibung (Feststellung der Arbeitsunfähigkeit) durch den behandelnden Arzt.

 

 

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